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Vor 7 Jahren Begann alles mit einer Teilnahme bei einem kleinen Wettbewerb im Rahmen des 1. Urban Fashion Mainz Events. In diesem Jahr durfte ich in der Jury sitzen und die Models für die 27 teilnehmenden Geschäfte am 23. September 2018 aussuchen!

Wir freuen uns auf die Models und ein tolles Event

Der Bericht zum Casting aus der Allgemeinen Zeitung vom 11.06.2018:

„MAINZ – Dass Urban Fashion ein echtes Sprungbrett im Modelbusiness sein kann, hat Julianna Townsend gerade eindrucksvoll bewiesen. Vor fünf Jahren wurde sie beim Casting für Urban Fashion von Anja Gockel entdeckt, jetzt wurde sie Zweite bei der Heidi-Klum-Show „Germanys next Topmodel“.

Ob einem der etwa 120 Models, die vergangenen Samstag bei Möbel Martin für die nächste Ausgabe von Urban Fashion gecastet wurden, eine ähnliche Karriere bevorsteht, wird sich erst zeigen. Fest steht, dass der Modesonntag am 23. September, der von der Werbegemeinschaft gemeinsam mit dieser Zeitung veranstaltet wird, kommen kann. Herren, Damen, Junge, Ältere – die Mainzer Modeszene wird auf dem Laufsteg mannigfaltig präsentiert. Etwa 260 Bewerbungen waren für das Casting eingegangen, 200 wurden ausgewählt, sich dem Jury-Urteil zu stellen, mehr als die Hälfte ist schließlich dabei. Die Jury, die aus Bernd Koslowski, Mitglied der Geschäftsleitung der VRM, Isabel Brenner, Tochter von Anja Gockel und Projektleiterin beim Designerlabel, Martin Lepold, Chef der Werbegemeinschaft, Thomas Schiffmann, Geschäftsleiter des Mainzer SinnLeffers-Hauses, und der Mainzer Designerin Helen Bender bestand, hatte die Qual der Wahl. Auch, wenn sich Thomas Schiffmann über noch mehr „Frauen mit Format“, also Damen, die Konfektionsgrößen jenseits der 36 tragen, gefreut hätte.“

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/urban-fashion-in-mainz-model-casting-bei-moebel-martin_18835703.htm#


Interview mit Stefanie Jung vom 28. März 2018

MAINZ PERSÖNLICH: HELEN BENDER. GLÜCKLICHMACHERIN.

Wann immer ich die Gaustraße in Mainz hinauf und hinunter laufe – ich muss mir einfach die Nase an den Schaufenstern mit dieser besonderen Brautmode plattdrücken. Es ist eine eigene kleine Welt,  die sich mit dem Blick in das Design-Atelier hinter der langen Fensterfront öffnet. Und zwar die Welt von Helen Bender, Wahl-Meenzer Mädsche, von Beruf Modedesignerin, Maßschneiderin und Brautmodenverkäuferin mit Leib und Seele. Warum ihr Job glücklich macht? Die Antwort darauf und mehr lest ihr im Mainz persönlich-Interview!

LIEBE HELEN, FÜR MICH ARBEITEST DU AN EINEM ECHTEN GLÜCKSORT, ODER?

Helen Bender   Mein Laden, mein Atelier – und das Glück: Das geht hier für mich einfach aufs schönste miteinander einher. Es kommen so viele sehr glückliche Menschen zu uns. Natürlich kommen auch ängstliche, aufgeregte Paare – die dann aber letztendlich glücklich hier heraus gehen. Wir lernen unsere Kundinnen immer sehr intensiv kennen und arbeiten gemeinsam mit ihnen auf den besonderen Moment der Hochzeit hin. Dieser Job ist für mich ein wahres Geschenk, ich habe das große Glück, ihn einfach zu lieben!

Helen Bender (c)Stefanie Jung_Best of Mainz

UNTER DEM LABEL «LA MODE ABYSSALE» ENTWIRFST DU MASSANGEFERTIGTE BRAUTKLEIDER FÜR LESBISCHE BRAUTPAARE. WIE ÜBERSETZT DU DIESEN NAMEN – UND WAS MACHT ER FÜR DICH AUS

Helen Bender   Den Namen habe ich schon ausgewählt, als ich noch auf der Modeschule war und eigentlich noch gar nicht wirklich wusste, in welche Richtung es gehen soll. Es sollte ein Begriff sein, unter dem man vieles fassen kann. «Abyssale» heißt so viel wie «grenzenlos«, »tiefliegend«. Es bietet so viel Raum für Interpretation. Aber mittlerweile ist es so, dass es eigentlich zu all dem hervorragend passt, was ich hier heute mache.

VOM ELEGANTEN HOSENANZUG BIS HIN ZUM MÄRCHEN-BRAUTKLEID IST HIER FÜR JEDEN ETWAS DABEI. MICH FASZINIERT IM VORBEIGEHEN IMMER DEIN GANZ BESONDERER STIL. SPORTLICH, KLASSISCH… LUXUS TRIFFT AUF UNDERSTATEMEN, ODER WIE WÜRDEST DU ES NENNEN?

Helen Bender   Klassisch elegant, sportlich schick und edel, das trifft es genau. Meine Entwürfe sind nicht zu verspielt, es stehen klare Schnitte, klare Linien mit einer großen Portion Raffinesse im Vordergrund. Natürlich kann hier auch jemand seinen Traum von einem pompösen Kleid erhalten. Aber mein persönlicher Stil – und was mir persönlich auch am besten gefällt – ist, wenn es geradlinig ist und man vielleicht sogar erst auf den zweiten Blick die besonderen Details daran erkennen kann. Ich finde, es ist wichtig, dass man bei seiner Hochzeit nicht verkleidet aussieht und sich rundum wohl fühlt. Am Ende soll das Outfit die Frau kleiden – und nicht die Frau sein.

Helen Bender (c)Stefanie Jung_Best of Mainz

JEDES DER VON DIR ENTWORFENEN OUTFITS IST EIN UNIKAT UND ENTSTEHT IN LIEBEVOLLER HANDARBEIT. ALS DESIGNERIN HAST DU DICH GANZ AUF DEN MARKT FÜR SIE & SIE FOKUSSIERT, WAS MAN DEINEN MODELLEN ABER ÜBERHAUPT NICHT ANSIEHT. WÜRDEST DU TROTZDEM VON EINER MARKTLÜCKE SPRECHEN?

Helen Bender   Meine Kundinnen kommen nicht nur aus Mainz, sondern mittlerweile aus ganz Deutschland und sogar dem angrenzenden europäischen Ausland. Das ist für mich ein riesiges Kompliment. Spezielle Hochzeitsmode für gleichgeschlechtliche Paare gab es tatsächlich so gut wie nicht, als mich ein befreundetes Pärchen bat, sie für Ihre Hochzeit auszustatten. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Resonanz darauf war unerwartet hoch. Nicht alle Frauen wollen sich nämlich mit zwei Hosenanzügen zufriedengeben. Aber auch viele Heterosexuelle Frauen zählen zu meinen Kundinnen. Ich bin glücklich, dass sie alle zu mir finden.

BEREITS AUF DER FASHION WEEK IN NEW YORK HAST DU DIR EINEN NAMEN GEMACHT – UND HIER IN DEUTSCHLAND IST DER NAME HELEN BENDER BUNDESWEIT DURCH DEINE TEILNAHME BEI DER SERIE «TÜLL UND TRÄNEN» AUF VOX BEKANNT. KANNST DU DIE NACHFRAGE HIER IN DER GAUSTRASSE DENN NOCH BEWÄLTIGEN

Helen Bender   Jein. Zwar haben wir mittlerweile auch ein recht großes Sortiment an Kleidern von der Stange. Aber gerade die Hosenanzüge sind alle Maßanfertigungen und sehr zeitintensiv. Die Nachfrage ist tatsächlich viel größer als das, was wir bewältigen können. Eine Standardisierung bei den Anzugmodellen ist einfach nicht möglich. Wir mussten leider im letzten Jahr rund 100 Anfragen ablehnen. Und das, obwohl mich mittlerweile ein achtköpfiges Team unterstützt. Aber wir arbeiten immer daran, unsere Kapazitäten auszuweiten. Wichtig ist, dass die Kundinnen ausreichend Vorlauf mitbringen bis zu Hochzeit.

Helen Bender (c)Stefanie Jung_Best of Mainz

KOMMEN WIR ZU UNSEREN PERSÖNLICHEN FRAGEN, WIE SIE FÜR DEN BEST OF MAINZ-BLOG ÜBLICH SIND:

WIE SIEHT DER BESTE MOMENT DES TAGES FÜR DICH AUS?

Helen Bender   Ich liebe meine Arbeit sehr, aber man arbeitet ja auch, um sich ein privates Glück zu schaffen. Und mein bester Moment am Tag? Der findet tatsächlich statt, wenn meine Frau und ich abgeschminkt in unseren Schlafklamotten in den Betten liegen, jede ein Buch in der Hand hat und man am Ende sagt: «Schlaf gut mein Schatz!»

WAS INSPIRIERT DICH?

Helen Bender   Mich inspiriert das Leben, die Einflüsse, die auf mich einprasseln, wenn es um Mode geht. Das was auf der Straße passiert. Ich schaue mir Menschen an und denke, das würde ich dir gerne anziehen. Und in 99 % der Fälle ist es das dann auch und meine Kundin fühlt sich einfach wohl. Ich bin niemand, der Trends recherchiert und darauf achtet, ob etwas IN ist. Mich inspirieren das Leben und die Leute!

WAS LIEBST DU BESONDERS AN MAINZ?

Helen Bender   Am Rhein spazieren gehen. Tatsächlich. Ich liebe Mainz. Es ist ja nur meine Wahl-Heimat. Aber ich sage mindestens einmal die Woche: «Ich mag Mainz!» Es ist klein genug, dass man überall mit dem Fahrrad hinfahren kann, es ist groß genug, dass man nicht ständig den kleinen Leuten über die Füße läuft. Und trotzdem auch wieder so, dass man auf Festen oder beim Joggen immer mal wieder Leute trifft, die man kennt. Mainz ist für mich einfach «Zuhause».

Helen Bender (c)Stefanie Jung_Best of Mainz

WIE SIEHT DER PERFEKTE TAG IN MAINZ FÜR DICH AUS?

Helen Bender   Der perfekte Tag in Mainz ist auf jeden Fall sonnig! Und jetzt muss ich leider mal verdeckte Werbung für das Eis von N`Eis machen. Ich liebe es, mit einem Eis von N`Eis in der Hand am Rhein entlang spazieren zu gehen. Also das ist wirklich schön an Mainz: Man kann hier einfach am Sonntagnachmittag mit einem Gläschen in der Hand am Rhein sitzen und ganz entspannt quatschen, die Sonne, die Leute und das Leben genießen.

VERRÄTST DU UNS DEINE PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT?

Helen Bender    Wenn es gerade sehr stressig ist denke ich: Jetzt erst mal richtig ankommen, das richtige Level finden. Und wenn es dann mal ein bisschen weniger ist denke ich schnell: Och, jetzt wäre mal wieder eine neue Aufgabe ganz schön. Ich glaube, ich möchte erst mal nicht noch mehr wachsen. Ich möchte hier ein schönes Team aufbauen und konzentriert weiter arbeiten. Privat werden wir jetzt erst einmal richtig erwachsen und haben uns ein Haus gekauft. Und alles andere bleibt abzuwarten. Irgendwo wird sich wieder eine neue Tür auftun und dann gehe ich hindurch und mache das. Nur ein flexibler Plan ist ein guter Plan!

https://best-of-mainz.com/mainz-persoenlich-helen-bender-gluecklichmacherin/


Artikel von Impulse.de 24. Oktober 2017

Raus aus der „Ich kann alles“-Falle!

„Unternehmer versuchen oft, möglichst viele Kunden anzusprechen – und gewinnen am Ende trotzdem kaum Aufträge. Oft liegt das an einem grundlegenden Denkfehler.

„Was bitteschön ist ein lesbisches Brautkleid?“ Mit diesem Satz beginnt ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17. September, in dem die Modedesignerin Helen Bender porträtiert wird.

Sie hat sich mit ihrem Geschäft „La Mode Abyssale“ (zu Deutsch: „grenzenlose Mode“) in Mainz auf lesbische Brautpaare spezialisiert. Und das Geschäft boomt. Allein 2017 ließen sich bereits 200 Frauen ein Kleid von „La Mode Abyssale“ schneidern. So groß war die Nachfrage, dass Helen Bender in diesem Jahr bereits 120 Aufträge potenzieller Kundinnen ablehnen musste, da sie diese mit ihrem Personal – einer selbstständigen und zwei fest angestellten Schneiderinnen, einer Auszubildenden und einer Minijob-Kraft – nicht hätte bewältigen können. Und die Nachfrage, so ihre berechtigte Vermutung, wird jetzt, im Oktober 2017, weiter steigen. Denn in Deutschland ist das Gesetz für gleichgeschlechtliche Ehen in Kraft getreten. Frauen dürfen nun Frauen heiraten und Männer Männer. Bisher durften sie nur eingetragene Lebenspartnerschaften schließen.

Wichtig: Auch ein emotionaler, persönlicher Bezug

Helen Bender hat mit ihrem Geschäft einen Schritt gewagt, den sich viele Solo- und Kleinunternehmer nicht trauen. Sie hat es gewagt, sich auf eine relativ überschaubare, wohl definierte Zielgruppe zu spezialisieren – und zwar nicht irgendeine, sondern eine Zielgruppe, mit der sie sich auch emotional verbunden fühlt aufgrund ihrer Persönlichkeit und Biografie.

Helen Bender ist selbst lesbisch und lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit einer anderen Frau. Deshalb kennt sie die Stereotypen, mit denen lesbische Frauen, die einen Bund fürs Leben schließen möchten, in den klassischen Fachgeschäften für Brautmode konfrontiert werden, bei denen maximal drei, vier Mal pro Jahr ein lesbisches Paar vorbeischaut.

Eine ähnliche Spezialisierung wagen die meisten Solo- und Kleinunternehmer nicht, sie befürchten nicht ausreichend Kunden zu finden. Stattdessen versuchen sie, ein möglichst breites Netz aufzuspannen, in der Hoffnung, dass darin dann ausreichend Fische hängen bleiben … und erreichen damit meist just das Gegenteil.

Ohne klares Profil bleibt man vergleich- und austauschbar

Aufgrund ihrer Angst, sich auf eine wohldefinierte Marktnische zu spezialisieren, bleibt ihr Profil meist so allgemein, dass sie einer unter vielen Anbietern sind und bleiben. Deshalb wissen ihre Zielkunden letztlich nicht, warum sie sich gerade für sie und keinen anderen Anbieter entscheiden sollten. Und erst recht sind sie dann nicht bereit, für ihre 08/15-Leistung, die man scheinbar an jeder Straßenecke kaufen kann, einen eher hohen Preis zu bezahlen.

All diesen Fallen entgeht Helen Bender mit ihrer sehr scharfen oder punktgenauen Positionierung; einer Positionierung, die auch für die meisten Einzel- oder Kleinunternehmer viele Vorteile hätte:

Vorteil 1: Die Zielgruppe ist klar definiert und überschaubar.

Da die Zielkunden von Helen Bender alle (mindestens) drei gemeinsame Merkmale haben – sie sind Frauen, lesbisch und wollen einen Bund fürs Leben schließen – kann sie ihre Kunden (unter anderem auf ihrer Webseite, auf Messen und bei Szene-Events wie dem Christopher Street Day) sehr gezielt ansprechen und ihnen das Gefühl vermitteln: „Diese Frau kennt uns und unser Problem“. Entsprechend gering sind nicht nur die Streuverluste bei ihrem Marketing, sondern entsprechend hoch ist auch die sogenannte Conversion-Rate, also die Zahl der Personen, die, nachdem sie auf Helen Bender und ihr Geschäft stießen, ein Brautkleid kaufen – sofern sie zu ihrer Zielgruppe zählen.

Vorteil 2: Der Unternehmer weiß, was seinen Zielkunden unter den Nägeln brennt.

So weiß Helen Bender zum Beispiel aus eigener Erfahrung, mit welchen Stereotypen lesbische Brautpaare zu kämpfen haben – beispielsweise dem Vorurteil, dass auch in lesbischen Paaren stets ein Partner die Hosen an hat – beziehungsweise die eher „männliche Rolle“ innehat. Deshalb gehen die meisten Verkäufer in den klassischen Brautmode-Geschäften auch ganz selbstverständlich davon aus: Wenn ein lesbisches Paar heiratet, trägt die eine Frau ein Kleid und die andere einen Hosenanzug. Dass zum Beispiel beide ein Kleid oder einen Hosenanzug tragen möchten, kommt ihnen nicht in den Sinn – entsprechend „unpassend“ sind aus Sicht ihrer potenziellen Kundinnen oft ihre Fragen.

Mit solchen und ähnlichen Stereotypen werden lesbische Frauen im Geschäft von Helen Bender nicht konfrontiert. Sie weiß auch, dass viele ihrer Kundinnen, selbst wenn sie bei ihrer Hochzeit einen Hosenanzug tragen möchten, trotzdem als Frau wirken wollen. Deshalb kann sie ihren Zielkunden, verglichen mit den klassischen Brautmode-Geschäften, einen echten Mehrwert bieten.

Vorteil 3: Der Unternehmer kann sich relativ einfach und schnell einen „Zielgruppen-Besitz“ aufbauen.

Solo- und Kleinunternehmer, die sich wie Helen Bender sehr scharf positioniert haben, arbeiten stets nur für Personen oder Organisationen, die gewisse gemeinsame Merkmale und somit typische Wünsche, Sorgen, Fragen haben. Dadurch erwerben sie recht schnell eine intime Kenntnis ihrer Zielgruppe; außerdem eine sehr hohe Kompetenz im Lösen von deren „Problemen“. Zudem sind sie bei den Mitgliedern ihrer Zielgruppe, die meist real oder digital miteinander vernetzt sind, rasch bekannt und haben den Ruf, „Spezialist für …“ zu sein. Entsprechend schwierig wird es für potenzielle Mitbewerber, die denken: „Das kann ich auch“, in diesem Markt Fuß zu fassen.

Vorteil 4: Der Unternehmer kann relativ hohe Preise begründen und erzielen.

Wenn ein Solo- und Kleinunternehmer erkennbar auf ein Themenfeld spezialisiert ist und in seiner Zielgruppe anerkanntermaßen „Der Spezialist für …“ ist, überrascht es keinen Kunden, dass er etwas teurer ist als seine nicht-spezialisierten Mitbewerber. Im Gegenteil: Die meisten Kunden erwarten es geradezu, dass er teurer ist als ein Feld-Wald-und Wiesen-Anbieter. Deshalb sind sie meist auch schnell bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.

Möglichkeiten zur Positionierung sind fast unendlich

Eine Nischen-Positionierung hat viele Vorzüge. Mit ihr gelingt es Solo- und Kleinunternehmern in der Regel schneller die Anzahl Kunden zu gewinnen, die sie zum Füllen ihrer Auftragsbücher brauchen, als mit einem großen Fischernetz, das große Löcher hat. Also sollten Sie eventuell über eine solche Positionierung nachdenken, denn Möglichkeiten, ausgehend von der eigenen Biografie, Persönlichkeit und Expertise, Marktnischen zu identifizieren und zu definieren, sind nahezu unendlich.

Diese Marktnischen sind meist groß genug, um einen Solo- und Kleinunternehmer mit ein, zwei Angestellten zu ernähren – sofern sie ihre Zielgruppe nach der Positionierung mit der erforderlichen Ausdauer und Konsequenz bearbeiten. Fraglich ist bei einer solcher Positionierung jedoch oft: Lässt sich in der avisierten Nische ein größeres Unternehmen aufbauen? Das ist häufig nicht der Fall.

Deshalb konnte Helen Bender, als sie 2014 ihre Geschäftsidee in der Fernseh-Show „Die Höhle der Löwen“ präsentierte, auch keinen der anwesenden prominenten Investoren als Geldgeber gewinnen – obwohl diese alle von ihrer Geschäftsidee begeistert waren. Sie bezweifelten jedoch, dass der Markt für lesbische Brautmode groß genug ist, um daraus ein echtes Big Business zu machen. Vielleicht würden die Investoren sich heute anders entscheiden. Für Helen Bender hat sich ihr Festhalten an ihrer Geschäftsidee auf alle Fälle gelohnt.


GEO, November 2017 – NACHHALTIGE MODE Zehn Tipps wie Sie Ihre kaputte Kleidung reparieren können

Knopf ab, Naht auf, Loch drin? Ab in die Tonne – das ist das Schicksal der meisten kaputten Kleidungsstücke. Doch es geht auch anders: Immer mehr Firmen und Initiativen reparieren, ändern oder möbeln alte Klamotten auf. So erhält Kleidung ein zweites Leben – und Ressourcen werden geschont.

…“ 6. Brautkleider

In kaum ein Kleid steckt frau mehr Geld und Herzblut – und trägt es kürzer. Statt es im Keller für immer einzumotten, kann man es verwandeln, in Cocktailkleid, Abendrobe, Sommerkleid. Beim Kürzen, Färben, Ändern helfen viele Brautläden oder Änderungsschneidereien – Anne Wolf (Berlin) oder Helen Bender(Mainz) sind nur zwei davon. Weitere Anbieter in der Nähe finden sich im Netz unter „Brautkleid ändern“ + Stadtname.“

Link zum Artikel: https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/17828-rtkl-nachhaltige-mode-zehn-tipps-wie-sie-ihre-kaputte-kleidung-reparieren

 


Impulse.de, Okt. 2017 – ZielgruppenfokussierungRaus aus der „Ich kann alles“-Falle!

Unternehmer versuchen oft, möglichst viele Kunden anzusprechen – und gewinnen am Ende trotzdem kaum Aufträge. Oft liegt das an einem grundlegenden Denkfehler.

„Was bitteschön ist ein lesbisches Brautkleid?“ Mit diesem Satz beginnt ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17. September, in dem die Modedesignerin Helen Bender porträtiert wird.

Sie hat sich mit ihrem Geschäft „La Mode Abyssale“ (zu Deutsch: „grenzenlose Mode“) in Mainz auf lesbische Brautpaare spezialisiert. Und das Geschäft boomt. Allein 2017 ließen sich bereits 200 Frauen ein Kleid von „La Mode Abyssale“ schneidern. So groß war die Nachfrage, dass Helen Bender in diesem Jahr bereits 120 Aufträge potenzieller Kundinnen ablehnen musste, da sie diese mit ihrem Personal – einer selbstständigen und zwei fest angestellten Schneiderinnen, einer Auszubildenden und einer Minijob-Kraft – nicht hätte bewältigen können. Und die Nachfrage, so ihre berechtigte Vermutung, wird jetzt, im Oktober 2017, weiter steigen. Denn in Deutschland ist das Gesetz für gleichgeschlechtliche Ehen in Kraft getreten. Frauen dürfen nun Frauen heiraten und Männer Männer. Bisher durften sie nur eingetragene Lebenspartnerschaften schließen….“

Link zum Artikel: https://www.impulse.de/management/unternehmensfuehrung/zielgruppenfokussierung/7148518.html


Zankyou.de – Sommerliche Hochzeit von Vanessa & Nadine

Nadine und Vanessa lernten sich im September 2014 über das Internet kennen. Kurze Zeit nach dem Kennenlernen machte es Klick und seit dem 26.10.2014 feiern sie an diesem Datum ihren Jahrestag. Nachdem sie zunächst einmal eine Fernbeziehung hatten, wohnten sie vor ihrer Hochzeit am 1. August 2016 wochenweise zusammen – inzwischen wohnen sie zusammen, haben zwei Kater und geben uns  exklusive Einblicke in ihr romantisches Hochzeitsfest, das die renommierte Hochzeitsfotografin Rebecca Conte fotografisch begleitet hat: 

Der romantische Heiratsantrag auf Island

Für Vanessa und Nadine war kurz nach dem Kennenlernen bereits klar, dass sie ihr Leben zusammen verbringen möchten. Dennoch hatte Vanessa nicht damit gerechnet, dass Nadine so schnell fragt, ob sie sie heiraten möchte. Sie machte den Heiratsantrag auf Island – dort haben die beiden im August 2015 eine Rundreise gemacht. Das romantische Setting an der Ostküste wurde durch den Sonnenaufgang perfektioniert – daher gab es auch nur eine Antwort auf die Frage aller Fragen.Rebecca Conte Hochzeitsfotografie

 

Der Look von Nadine & Vanessa

In Sachen Make-up und Frisur ließen sich Nadine und Vanessa von dem Profi Marcel Bruneß vom Friseursalon KERTU Klinger beraten und am Hochzeitstag betreuen. Mit sanften Farbakzenten und Schattierungen zauberte er ein leichtes, sehr modernes Make-up, das perfekt zum restlichen Look der beiden (Brautkleid von Brand-Moden in Leidersbach bei Aschaffenburg & Anzug war eine Maßanfertigung von Helen Bender, la mode abyssale in Mainz) passte….

 Foto: Rebecca Conte Hochzeitsfotografie

Rebecca Conte Hochzeitsfotografie

Rebecca Conte Hochzeitsfotografie

Wir bedanken uns sehr bei Vanessa & Nadine sowie bei Rebecca Conte Hochzeitsfotografie für die Einblicke in dieses wundervolle Hochzeitsfest in Baden-Württemberg! Lassen Sie sich auch unsere Tipps in Sachen Brautkleider & Brautfrisuren 2017 sowie unseren Hochzeitsführer für die Metropolregion Rhein-Neckar auf keinen Fall entgehen!

Den vollständigen Artikel über Nadine & Vanessa findet ihr auf zankyou.de


 

Spiegel Online – Maßgeschneidert in die Homo-Ehe

Brautmoden-Designerin: Maßgeschneidert in die Homo-Ehe

Von Steve Przybilla

Hochzeitsmode für Homosexuelle: Schneiderin des Regenbogen-GlücksFotos
Bernd Siegel/ Foto Rimbach

Eingetragene Lebenspartnerschaften gibt es längst. Aber kaum Hochzeitsmode für Homosexuelle. Damit hat die Mainzer Modedesignerin Helen Bender eine Marktlücke entdeckt. Sogar zur Fashion Week in New York wurde sie schon eingeladen.

Überm Schneidertischchen thront Marilyn Monroe. „Das war eine wahnsinnig ausdrucksstarke Frau“, sagt Helen Bender, 27. „Bunt, schrill und immer passend gekleidet. Für mich ist sie eine echte Inspiration.“ Die Modedesignerin aus Mainz hat sich erst vor wenigen Monaten selbständig gemacht, wird aber schon mit Aufträgen überhäuft. Ihr Geschäftsmodell: maßgeschneiderte Hochzeitsmode für homosexuelle Paare.

„Ich habe schon zu Uni-Zeiten ein bisschen geschneidert“, erzählt Bender, die Betriebswirtschaftslehre studiert und die Modefachschule Sigmaringen besucht hat. „Irgendwann fragte mich ein befreundetes lesbisches Paar, ob ich ihre Hochzeitsoutfits entwerfen würde.“ Bender fing an zu nähen – und stieß in eine Marktlücke vor, ohne es zu ahnen. „Das hat sich superschnell herumgesprochen. Ich war kaum fertig, da kamen schon die nächsten Kundinnen.“In Deutschland gibt es laut Lesben- und Schwulenverband derzeit rund 37.000 eingetragene Lebenspartnerschaften. Ein riesiger Markt, den bisher kaum jemand erschlossen hat. „In dieser Nische ist keines unserer Mitglieder tätig“, sagt Tanja Croonen vom Modeverband German Fashion. Beim Gesamtverband Textil + Mode hat überhaupt noch niemand von dem Thema gehört.

Ab zur Modenschau nach New York

„Nicht alle Frauen wollen sich mit zwei Hosenanzügen zufriedengeben“, so Helen Bender. Sie kennt höchst unterschiedliche Wünsche der Paare. „Den maskulinen Typen gibt es nicht in jeder lesbischen Beziehung. Manche stehen eher auf lange Kleider, andere auf etwas Schlichtes.“ Um das passende Outfit zu finden, trifft sich die Modedesignerin mehrmals mit ihren Kunden, bevor sie einen Prototypen anfertigt. „Der ist zwar aus billigem Ikea-Stoff, vermittelt aber einen guten ersten Eindruck.“

Die Produkte unter dem Label „La Mode Abyssale“ (grenzenlose Mode) haben mit klassischen Hochzeitsklamotten nicht viel gemein: Mal entwirft sie eng geschneiderte Seidenkleider, mal Hosenanzüge oder Kombinationen aus Röcken und Blusen. Brautpaare, die Chucks auf dem Standesamt tragen? Auch das gehört zur „grenzenlosen Mode“.


Zu heiraten zählt zu den schönsten Träumen im Leben vieler Frauen. Egal ob frau eine Frau oder einen Mann heiratet, wichtig ist, dass das Herz Ja sagt. Wie frau sich als Braut fühlt, durfte ich einen Tag lang selbst erfahren in den Traumkleidern der Designerin Helen Bender.

Wenn Young Professionals zusammenfinden
„Was für eine schöne Aussicht!“, sage ich und lasse meinen Blick über die Dächer von Mainz schweifen. Meine Freundin und ich sind heute zu Gast bei der Designerin Helen Bender. Zusammen mit ihrer Verlobten trinken wir einen Kaffee auf der großen Dachterasse und warten entspannt auf die Fotografin Lena Reiner und das Team von Renommé einfach schön sein. Heute finden sich einige Young Professionals zusammen, um gemeinsam ein Fotoprojekt auf die Beine zu stellen. Helen Bender entwirft Brautmode für lesbische Paare und hat sich damit bereits auf der New Yorker Fashion Week 2013 einen Namen gemacht. Ich kann kaum glauben, dass ich heute in zwei Brautkleider von ihr schlüpfen darf. Noch nervöser macht mich die Tatsache, dass ich meine Freundin in Brautmode sehen werde. Bei diesen Gedanken werde ich leicht nervös und rufe mir schnell in Erinnerung, dass wir heute nur Modell stehen.

Zum ersten Mal im Brautkleid
Nachdem sich alle in den Räumlichkeiten von Helen eingefunden haben, bekommen wir einen Sekt zur Begrüßung und besprechen den Tag. Die ersten Outfits sind ein kurzes Brautkleid und ein femininer Brautanzug.
Mandy und Luljeta von Renommé begutachten unsere Haare und überlegen sich das passende Makeup zu den Kleidern. Während meine Haare zu einer eleganten, geflochtenen Bob-Frisur drapiert werden, bekommen die blond-gefärbten Haare meiner Freundin ein rockiges Styling.
Nachdem Haare und Makeup sitzen, kommt der Moment, in dem wir in die Brautoutfits schlüpfen dürfen.
Als erstes verschwindet meine Freundin in Helens Atelier. Ich bin ganz aufgeregt. Es macht mich schon ganz verrückt, meine Freundin in einem Hosenanzug zu sehen, aber noch mehr, nun handelt es sich dabei um einen Brautanzug! Die anderen grinsen über meine Nervosität.
Es ist so weit. Meine Freundin kommt aus dem Zimmer und ich merke, wie mein Herz einen Hüpfer macht.
Ich bin ziemlich sprachlos, was bei mir nur selten vorkommt. Meine Hand fährt über die weiche Merino-Wolle.
Helen hat den Dreiteiler perfekt an die Körpermaße angepasst. Alle im Raum sind begeistert und beobachten die elegante, große Schönheit.. Ich würde meine Freundin am liebsten vom Fleck wegheiraten, denn ich habe eine Schwäche für Damenfracks. Bevor ich allerdings anfange Hochzeitspläne zu schmieden, schnappt mich Helen und entführt mich in ihr Atelier.
Nach kurzer Zeit stecke ich in einem kurzen Petticoat-Brautkleid. Der Schnitt erinnert mich an den Stil der Fünfzigerjahre. Dies ist kein klassisches Brautkleid, sondern zeigt den Mut der Designerin auch neue Wege
im Brautmodendesign zu gehen. Im Oberteil erfährt das klassische Herrenhemd eine neue Interpretation,
der Hemdskragen mit kurzer Krawatte bricht den Look des Brautkleides gekonnt und gibt ihm etwas Verspieltes, Außergewöhnliches. Krawatte, Gürtel und Schuhe sind in türkis farblich aufeinander abgestimmt.
Begeistert drehe ich mich hin und her. Meine Freundin schaut mich lächelnd und geheimnisvoll an.
Wie gerne würde ich jetzt ihre Gedanken lesen können!

Im Blick der Menschenfotografin
Ich kann euch sagen, mit einem Brautkleid im Auto zu fahren ist eine Kunst für sich. Doch unsere erste Location ist die Kaiserbrücke in Mainz. Während Helen Silkes Schuhe eigenhändig poliert, sammeln sich die anderen Frauen für eine kurze Besprechung. Die Eisenbahnbrücke ist zwar groß, hat allerdings nur einen kleinen Weg für Fußgänger und Radfahrer. Das macht das Shooting für alle Beteiligen nicht einfach. Lena, die Fotografin, muss darauf achten, keine Passanten im Bild zu haben, während wir anderen aufpassen, nicht von den Fahrradfahrern umgefahren zu werden.
Während ihrer Arbeit verhält Lena sich ruhig. Ein kurzer Blick auf ihr Kameradisplay zeigt, dass sie genau weiß, was sie tut. Schon vor unserem Shooting ist mir auf ihrer Internetseite aufgefallen, dass sie die Persönlichkeit eines Menschen ausdrucksstark in ihren Fotos einfangen kann. Oft kann frau in den Augen der Personen wie in einem Buch lesen und ich bin gespannt, was die Menschenfotografin in den unseren liest.

Gegensätze ziehen sich an
In zwei Autos fahren wir zur zweiten Location: einem besonders schönen Rosengarten in Mainz. Passend zur Location, sind die Outfits diesmal ganz in Weiß. Während ich noch aus dem ersten Kleid schlüpfe, wird Silke
in ihrem zweiten Outfit bewundert. Das außergewöhnliche Brautoutfit besteht aus Bodybluse, Chiffonwest
und Sarouelhose aus zarten Seidenstoffen. Passend zum Partneroutfit wurden die Manschetten der Bluse aus
floraler Spitze gearbeitet. Die verdeckte Knopfleiste bewahrt den ansonsten schnörkellosen Look der Bluse. Darüber trägt Silke eine lässige Chiffonweste, geschnitten aus einem Stück. Die Sarouelhose aus reiner Seide ist nicht nur extrem bequem und luftig, sondern vor allem voll im Trend. Eine neue Interpretation, wie lässige Streetwear zum eleganten Hochzeitslook werden kann.

Habt ihr schonmal versucht, euch in einem kleinen Auto ein enges Brautkleid anzuziehen? Erst als Helen den Reißverschluss schließt, fällt die Angst von mir ab, dass das Brautkleid nicht passen könnte. Mein zweites
Outfit hat es in sich, denn ich trage den Klassiker unter den Brautkleidern: ein bodenlanges Mermaidkleid aus feinstem Seidensatin mit dezenter Schleppe und Wasserfallausschnitt am Rücken. Die Rückansicht wird besonders zum Hingucker, da diese aus edler Spitze besteht und die Haut leicht durchschimmern lässt.
Eine angenehmere Art der Eleganz gibt es nicht. Als i-Tüpfelchen wird kurz unterhalb der Taille ein etwas vier Meter langer Chiffongürtel mehrfach um den Körper geschlungen, er setzt so den Fokus auf meine weiblichen Kurven. Voher hielt ich es für stets unmöglich, ein Mermaidkleid zu tragen, da ich im Gegensatz zu Katalogmodellen breite Hüften habe. Diesen Irrtum konnte Helen mit ihrem Kleid verwerfen. Obwohl das Kleid eng anliegt fühle ich mich rundum schön.
Das die beiden Brautoutfits trotz ihrer gegensätzlichen Stile perfekt zusammen passen, wird spätestens klar, als Silke und ich nebeneinander stehen. Durch den modernen Schnitt des Dreiteilers wird die Eleganz des Mermaidkleides unterstrichen, ohne dabei in den Hintergrund zu fallen. Gegensätze ziehen sich eben an.

Als Silke mich in dem Brautkleid sieht kann ich dieses Mal ihre Reaktion in ihrem Gesicht lesen.
Ich sehe den Stolz und die Bewunderung in ihren Augen. Alles andere tritt für einen kurzen Moment in den Hintergrund. Und als wir durch den Rosengarten schreiten, fasse ich Silkes Hand, und es fühlt sich fast so an, als würden wir wirklich zum Altar schreiten.


The Guardian – London

Designer finds growing market for bridal wear created for lesbians

Couples‘ requests for wedding dresses keeping Helen Bender increasingly busy in her studio in Mainz, Germany
Some of Helen Bender’s wedding outfit designs aimed specifically at lesbian clients. Photograph: Foto Rimbach

Hochzeitsmode für Homosexuelle: Schneiderin des Regenbogen-GlücksIn 2011, two of Helen Bender’s lesbian friends approached her witha problem. They wanted to enter a civil partnership and throw a big party, but could not figure out what to wear.Neither of them were into dresses, but they did not want to wear trousersuits either: they were women in love with another woman, after all, they said.They also insisted on not seeing each other’s clothes before the ceremony.

After much counselling, Bender came up with a solution – a gold overall with a jacket and a matching cream-coloured dress of variable length – and soon realised that she had chanced upon an unexpected gap in the market.

Requests for on-demand wedding dresses for lesbian couples have been flooding into the 27-year-old’s small studio in Mainz, Germany, ever since. And after her label La Mode Abyssale („fashion without limits“) was invited to New York fashion week in September, the international market now beckons too.

 

Because most dressmakers and tailors still tend to cater for heterosexual couples, there is often a tendency to either go for matching outfits, or to recreate the traditional suit/dress combo, Bender said.

„But for me the challenge is to go beyond traditional gender roles. You can be so much more creative when dressing a homosexual couple.“

Now she says she is waiting to be commissioned to work for her first male gay wedding.

Germany has allowed registered partnerships for same-sex couples since 2001, and according to the Gay and Lesbian Federation there are currently 37,000 couples who have taken up that option.

Unlike in the Netherlands, France or (from late March next year) Britain, gay couples in Germany still do not enjoy the same advantages as married heterosexual couples when it comes to tax and adoption law.

In March this year, a bill was passed to establish legal recognition of same-sex marriage, which is now waiting for approval by the parliament. However, there is no commitment to change the law in the coalition agreement.

„I think it’s a real shame that Germany is so out of step with the rest ofEurope in that respect,“ Bender said.

„I feel the people here are more than ready for it – it’s just politics that is lagging behind.“

Bender is set to marry her partner next year, and despite initial resistance, she has agreed to design both outfits.

„Mine is going to be a long, cream-coloured dress – that much I can say. The rest is a secret.“


 

www.fibre2fashion.com 30.Juli 2013

Helen Bender to show lesbian bridal designs at CFW

July 30, 2013 (United States Of America)

Rising German design star Helen Bender will show her first collection of bridal fashions for lesbian couples under the label la mode abyssale on the runway at Couture Fashion Week.

The fashion show will be held at 8:00 pm on Friday September 6, 2013 in the Grand Ballroom or The New Yorker Hotel, 481 Eighth Avenue in the heart of New York City’s Fashion District.

A graduate of Germany’s prestigious Modefachschule Sigmaringen design school, Helen Bender is one of only a handful of designers who tailor matching outfits for lesbian bridal couples.

Being well aware of the fact that her clients often do not fit the cliché of “one being the man in theHelen Bender Fashion Show at Couture Fashion Week NY relationship”, each custom made design is tailored in a very feminine style.

“I love jumpers, overalls and suits just as much as dresses,“ says the designer.“And my customers attach great importance to feeling dressed up, yet comfortable and consistent to their own style on their big day. All my designs underline every individual’s character.“

In the collection entitled „Charmed Brides“ to be shown in New York, Ms. Bender uses a mixture of fabrics, from delicate lace to rough wash-leather, in classic bridal colors like cream and pearl white, but also mystical black and gold. The impeccably constructed garments embody a simple elegance with some unexpected twists.


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la mode abyssale